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Autor: Debora | Datum: 24 August 2011, 20:29 | Kommentare deaktiviert

...oh entschuldigung !

Sory an alle...ich hab grade aus Versehen mit einem Klick die letzten 15 Kommentare geloescht. Sory Leute...

Hm :)

 

 

Ende.

Autor: Debora | Datum: 24 August 2011, 11:36 | Kommentare deaktiviert

Hallo ihr Lieben !

Nach meinem Debriefing Ende August in Boracay und der spontanen Fahrt nach IloIlo blieben mir nur noch etwa 2 Wochen. In diesen wurde ich “feierlich” vom UCCP National Office mit einer kleinen Sendungsfeier und anshliessendem Essen wieder ausgesendet, bzw zurueck . Danach beendeten Ate Amy und ich noch mein Final Debriefing..

Mit meiner Gastkirche, also der UCCP Tondo, fuehrten wir am Donnerstagnachmittag auch eine Evaluation durch ( sollte um 4 anfangen, weil aber mal wieder jemand zu spaet kam, verschob sich das Ganze auf 5 :) ) ..dort durfte ich auch neben meinen Erfahrungen, Bewertungen etc auch meine recommendations oder Vorschlaege fuer die Kirche geben, welche ganz gut aufgenommen wurden..

An den restlichen Tagen arbeitete ich noch an meiner sogenannten “gallery” - vor einigen Wochen hatte ich mit einer guten Freundin angefangen, alle Daten oder Infos ueber die Community ministry ( also unser Day Care auf dem Smokey) zu sammeln und in Ordnern und Buechern zu ordnen bzw zusammenzustellen (“compilation of data” ) . Nach wochenlanger Arbeit konnten wir unser kleines “projekt” dann mehr oder weniger fertigstellen, bzw das, was wir bis zu meiner Abreise fertig haben wollten. Letzendlich konnten wir die Geschichte der ministry zusammenstellen, einige Fotos von jedem Event auswaehlen und drucken, Profile (Interviews mit Fotos) von den community ministry staff und Freiwilligen erstellen, die reports ueber jedes Kind von allen drei Jahrgaengen in einem gebundenen Burch zusammenstellen (auch wenn es dort leider eine grosse Infoluecke gibt...), und einen kleinen Ordner mit Vorlagen fuer zb Registrierungformulare, Elterninterviews, Gesundheitsumfragen etc erstellen. Die Arbeit war teilweise sehr muehsam, bzw einfach sehr viel und meine Freundin und ich arbeiteten jeden Tag etwas und dann etwa 2 Naechte durch. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Arbeit nicht alleine machen musste, sondern dass ich sie als Unterstuetzung hatte – jemanden, der von all den Dingen, die man wissen muss, Ahnung hat und wir zusammen ueber die “gallery” nachdenken, Ideen sammeln, arbeiten und schliesslich fertigstellen konnten. Und waehrend wir so in den Naechten vor unseren Laptops sassen und arbeiteten, hatten wir einfach super Gespraeche und super Austausch...ich bin so dankbar, sie als Freundin gefunden zu haben. Da sie etwa 6 Jahre aelter als ich ist, nenne ich sie “Ate” ( Bezeichnung fuer alle Maedchen, die aelter als man selbst ist – u.a. ein Ausdruck von Respekt ggueber der aelteren Person). Und ueber sie kann ich sagen, dass sie wirklich meine “Ate” ist ( - jmd der mir Rat gibt, mir hilft, aber auch super Freundin ist...) und auch gleichzeitig meine Schwester im Herrn. Ich bin sehr dankbar, dass mir Gott sie an die Seite gestellt hat..


Meinen letzten Sonntag in Tondo habe ich sehr genossen (abgesehen von dem Abschiedsschmerz, der mich mit jedem Tag mehr einholte). Nach dem Gottesdienst sollte ich erst einmal auf der Schaukel vor meinem Zimmer warten, bis alles vorbereitet war. Der CYF hatte einen der Junior Church Raeume geschmueckt, sodass wir ein paar Stunden mit all den Gemeindemitgliedern zusammen eine grosse Kindergeburtstagsparty feierten...eigentlich war dies meine Despedida – Abschiedsfeier, die der CYF als Kinderparty geschmueckt hatte :) warum Kinder ? Na klar, weil ich mit Kindern gearbeitet habe und weil ich “noch wie ein Kind bin – nicht im Kopf, aber weil sie immer froehlich ist etc. “ ( sagten sie mir ;p ). Zudem sollte es auch dafuer stehen, dass ich etwas erreicht habe in diesem einen Jahr...ich habe dieses Jahr vollendet.

Die Feier war wunderbar – mein Gesicht tat vom Lachen weh :p – wir spielten “Wer bin ich” mit Begriffen, die was mit mir zu tun haben (“Coffee” - ich mag Kaffee so gerne, egal wie heiss es ist, “smokey” - ich war immer auf dem Smokey, klar ;) “butiki” - ich kochte aus Versehen mal eine Eidechse im Wasserkocher (“Butiki” ist eine kleine Eidechse),

assen, jeweils eine Person von den verschiedenen Gruppen ( Frauen, Maenner, Pastor, Junior Church, Smokey Mitarbeiter, Cyf) gab eine kleine Nachricht an mich, unser Pastor betete fuer uns, der CYF gab mir ein kleines Geschenk, ich bekam ein “Certificate of Appreciation” (eine Art eingerahmte Dankbarkeitsurkunde :) in den Philippinen sehr ueblich, dass man solche vergibt) und schliesslich ueberreichte ich der Gemeinde mein kleines Geschenk – eine Lampe mit Definitionen ueber “Kirche”, die die Kids der Junior Church mal aufgeschrieben hatten. Moege die Lampe die Gemeinde immer wieder dran erinnern, wobei es bei Kirche ( “church is a group of people that works for God...a group of people that worship God..”, “..ein Ort, wo Gottes Wort gelehrt wird” etc) und dann wurden noch ganz viele Fotos gemacht – auf jedem musste ich drauf sein haha.


Danach fuhr ich mit Ate Van nachmittags in eine andere Gemeinde – Victory church. Es war richtig gut, mal eine andere Gemeinde, die mal nicht zur UCCP gehoert, zu besuchen. Die Gemeinde war recht gross, der Gottesdienst war auf Taglish – Tagalog mit Englisch gemixt, wobei der Englische Teil dieses mal ueberwog- und fand in der Mall im Kino statt ( Gruesse an Hannover :p ) Dieser Gottesdienst tat richtig gut, eine schoene Anbetungszeit, Gebetszeit, der Pastor predigte ueber 1. Petr 4.10-11 (“Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes: 11 so jemand redet, daß er's rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, daß er's tue als aus dem Vermögen, das Gott darreicht, auf daß in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.”), also ueber Dienst, und Gott hat mir etwas in einer Sache klar gemacht, mit der ich seit einiger Zeit “zu kaempfen” habe.

Ausserdem traf ich auch ihren Bruder wieder, einen Freund von mir, den ich aber nur selten sehen konnte... :)

Alles in allem war es also ein richtig schoener, letzter Sonntag fuer mich in Manila..


am letzten Freitag machten Ate Van und ich uns dann auf nach Quiapo, um dort die ganze Gallery endlich fertigzubringen – die reports und die Geschichte etc hatten wir bereits ausgedruckt, fehlten nur noch die Fotos und die Buchbindung. Also gaben wir die 48 Seiten Fotos in Druckauftrag und das Buch mit den Kinderreports zur Buchbinderei ( Dank sei Gott, der uns die Kosten fuer die Bindung ersparte – wir kennen die Buchbinderin und sie winkte ab, als wir sie nach dem Preis fragen wollten)

Dann fuhren wir weiter mit LRT und Jeepney nach Antipolo, nahe aber ausserhalb Manilas. ( Ja hehe in meinen letzten Tagen lernte ich noch Orte kennen, an denen ich vorher nie war..hehe danke ! ) Dort gibts einen “Prayer Mountain” - in den Bergen ist eine Kirche, einige “Gebetszellen”, in denen man alleine in Stille beten kann, oder Gebetshuetten - um einen herum nur Natur, Wald, Stille, frische Luft. Dor verbrachten wir ein paar Stunden....Auf der Rueckfahrt schenkte Gott uns noch die wunderbaren Anblick von sonnenuntergang-roten-wunderschoenen Wolkenhimmel und dem umwerfenden Mond..


Samstag, August 13, packte ich dann nur noch alles noetige ein, machte den Raum sauber und lief ein bisschen mit meiner Freundin Jocelyn durch die Gegend, den ganzen Tag ein Stein im Herzen herumtragend. Am Abend kamen die Jugendlichen, um fuer den Sonntag mit der Band zu proben...danach, gegen 9 Uhr abends, machten wir (15 Jugendliche, ich und Fahrer) uns dann mit dem ministry-Bus auf zum Flughafen, wo Ate Amy (Mentorin) und ihre Freundin auf mich warteten, um sich von mir zu verabschieden.


Der Flug war gut – Manila von oben bei Nacht ist einfach der Hammer, hab noch nie sowas umwerfendes gesehen...

Mein Aufenthalt in Abu Dhabi war auch recht gut – ich machte vom Prayer Room Gebrauch und setzte mich die restliche Zeit ans Fenster mit Blick auf Landebahn, surfte im Internet, trank Kaffe und ass Crossaint, gewoehnte mich nach und nach wieder ein bisschen an die vielen Deutschen um mich herum und wurde schliesslich zur Businessclass umgesetzt :p

In Frankfurt wurde ich dann richtig lieb von meinen Eltern, meinem Bruder und meinem (“dicken” - so habe ich es empfunden...vermutlich weil ich die duennen phil.Hunde gewoehnt bin) Hund empfangen..

Das, was mir beim Landeflug sofort auffiel, war, dass es in Deutschland Zuege gibt, der Wald so ganz anders ist, dass es keine deutsche Flagge am Flughafen gibt und die Buchstaben “Frankfurt Airport” auch nur recht klein sind.

Der erste Atemzug, in dem ich frische deutsche Luft einatmete, beeindruckte mich ziemlich.Ich konnte es fast nicht fassen, wie frisch die Luft ist..


Nun bin ich seit 1 ½ wochen wieder zuhause...alles scheint wie vorher zu sein, nur meine Wahrnehmung ist nun irgendwie ganz anders...so vieles ist auf einmal ein kleines “Erlebnis” fuer mich, was frueher selbstverstaendlich und normal war. Ich bemerke Dinge, die mir frueher vielleicht nicht aufgefallen waeren.


So, das war mein letzter Eintrag denke ich..

Danke fuers Lesen und Anteilhaben..

wenn jemand mehr wissen moechte, ich bin fuer alle Fragen und Antworten offen und freue mich ueber jedes Interesse..


Alles Liebe

Debora


 

letzte

Autor: Debora | Datum: 02 August 2011, 12:43 | Kommentare deaktiviert

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…. und es regnet wieder ;p

 

Nach meinem letzten Blogeintrag war das Wetter fuer einige Zeit richtig gut, sehr sonnig und sehr heiss -  puenktlich zu dieser Zeit kam meine Mama fuer etwa 3 Wochen zu Besuch.

Nachdem sie erst mal hier in Manila ein paar Tage verbracht hat und mit mir verschiedene (sehenswuerdige ;p ) Orte unsicher gemacht hatet, wir zb zum Chinese Cemetery fuhren ( interessanter Glaube der Chinesenueber den Tot, und der Tsinoys (Filipino mit chines. Blut ;), riesige Grabhallen...danke an den lieben Fuehrer, der schon soo viele deutsche Besucher hatte und ein paar deutsche Woerter konnte :) ), sie am Sonntag den Gottesdienst miterleben durfte und am naechsten Tag den Smokey. Ein weltwaerts-freiwilliger kam auch mit, der auch fuer ein Jahr bei Preda (setzen sich fuer Gefaengniskinder, Prostituierte u.a. ein -  sehr bekannt in Deutschland...) arbeitete und den ich beim Zwischenseminar kennengelernt hatte.

Irgendwann flogen wir nach Davao (ja richtig, das war nun das dritte mal fuer mich in Davao ;), im Sueden von Mindanao. Dort haben wir uns fuer ein paar Tage verschiedene Plaetzchen angeschaut, den grossen Unterschied zu Manila erlebt und eine Freundin von mir getroffen :)

Danach gings weiter mit dem Bus -  wieder etwa 7 Stunden Fahrt vom Sueden in den Norden – nach Butuan City, Agusan. Denn weil meine Mama auch aktiv in der Partnerschaftsarbeit ist ( zwischen meinem Kirchenkreis Koblenz und Agusan besteht eine Partnerschaft), wollte sie gerne auch mal dorthin. Dort hatten wir auch ein paar sehr gute Tage..

Danach flogen wir weiter nach Bohol – Touristeninsel ;). Was es da zu sehen und tun gibt ? Chocolate Hills, Tarsier, Natur Natur Natur, alte Kirchen, Meer, Islandopping, Delphine, Schnorcheln (der Hammer, wann immer ihr mal Gelegenheit dazu haben solltet – auf auf...), Strand, Bootfahren, eine sehr sehr kleine Insel besuchen, Mittagessen in einem Boot-restaurant, Hoehlenbesichtigung, Schmetterlingsgarten und und und... Die Zeit in Bohol konnte man wirklich als Urlaub bezeichnen ;)

 

Danach ging es dann auch schon wieder zurueck nach Manila – nach ein paar Tagen in Tondo trat sie dann schon wieder den Rueckflug an.

Die 3 Wochen gingen richtig schnell vorbei und wir beiden hatten viele Erlebnisse, eine gute Zeit, Urlaub :) (Hehe, wie Anika sagte : Es ist eine Zeit, in der die Rollen umgekehrt sind: Die Eltern haben keine Ahnung und die Kinder zeigen alles. Die Eltern sind die Kinder und die Kinder die Eltern ;p . Auch mal eine gute Erfahrung, wenn scheinbar alle Verantwortung auf einem alleine liegt  :))

 

Kaum weg, wechselte sich das Wetter.... Seitdem regnete es eigentlich jeden Tag. ( Nur so nebenbei, es ist wieder Regenzeit ;) ) Besonders die letzten zwei Tage ziemlich heftig. Darum gibts zurzeit keinen Unterricht in den Schulen..

Seit Mitte July ist auch Miriam, die letztes Jahr Freiwillige auf den Philippinen (allerdings in Samar, einer anderen Insel) war, hier. Fuer etwa eine Woche teilten wir uns also mein Zimmer :)

(….ich bekomme echt eine Menge Freiwilligenbesuch ! ) Dann fuhr sie mit dem Bus zu ihrer Gastfamilie (hier kann man mit dem Bus ueberall hin -  auch von einer Insel zur naechsten ) und seitdem haben wir des oefteren mal Kontakt uebers SMS schreiben (texten – ich frage mich, wer hier nicht text-suechtig wird, wenn man ein Jahr auf den Philippinen war. )

 

Ein paar Tage nach Abreise meiner Mum fuhr ich mit meiner Mentorin und der Hauptverantwortlichen fuers Smokey Projekt nach Boracay – Touristeninsel schlechthin, noch mehr als Bohol (...ich glaube ich liege gar nicht so falsch, wenn ich sage dass ich fast mehr Auslaender/Europaer/Amerikaner/Australier/nicht-filipinische Asiaten gesehn habe, als Filipinos gesehn habe).

Dort hatten wir drei Tage fuer mein Final Debriefing – sowas wie Bewertung, Rueckblick etc auf mein Jahr. Neben den Debriefingeinheiten hielten wir uns am weissen Strand und im superklaren, kaum salzigen Meer auf, erkundeten die Stadt und suchten uns unser Essen auf dem oeffentlichen Markt aus, bevor es dann frisch gekocht wurde ( alles seafoods und beim Aussuchen alles noch am Leben – sehr interessant :) )

Danach begleitete ich spontan Ate Amy noch zu einem 4stuendig entfernten Ort, an dem wir uns ein geplantes Bauprojekt von der UCCP dort anschauten. Dann wieder 4 Stunden in einem Gemeinschafts-taxi. ( eine Art Familienbus, mit 16 gequetschten Leuten drin -  ich liebe es, wie die Filipinos mit Platz umgehen ;p ) nach IloIlo, der Hauptstadt der Insel. Dort lernten wir auch die UCCP kennen und ein paar Mitglieder, die dort arbeiteten. In der UCCP gab es vor ein paar Jahren auch eine Freiwillige der VEM (auch Debora :) ), an die sich auch noch natuerlich alle erinnnerten :)

 

Seit ein paar Tagen bin ich nun wieder zuhause.

Ich bin im Moment immer hin und her gerissen. Einerseits freue ich mich sehr auf meine Familie in Deutschland und anderseits packt mich die Trauer, wenn ich an meine Abreise denke. Ich liebe diese Menschen hier sehr und ich weiss jetzt schon, dass ich die filip. Lebensart vermissen werde. Es ist nicht so einfach, Menschen zu verlassen, wenn man weiss, dass man sie so schnell nicht wiedersehen wird.

Es sind noch etwa 2 Wochen bis zu meiner Abreise..

Aber ich will einfach froh und dankbar sein, ueber alles, was ich hier erlebt habe und dass ich die Menschen kennenlernen durfte. Ich will nicht trauern, dass es bald vorbei ist, sondern dankbar und gluecklich, dass es passiert ist. Und mich auf das Freuen, was mich zuhause erwartet und wie mein Leben weiter gehen wird.

 

 

Alles liebe...

Debora

 

 

 

 

regen

Autor: Debora | Datum: 25 Juni 2011, 07:29 | Kommentare deaktiviert

Hallo an alle..

 hier kommt mal ein kurzes, kleines update.

Die letzten Tage regnet, regnet, regnet es. Immer weiter. Die heftigen Regenschauer werden nur mal fuer ein oder zwei stunden von Nieselregen, Troepfeln oder gar kein Regen abgewechselt. Dann faengst wieder ganz ploetzlich an, wie aus Eimern zu schuetten.

Das letzte mal war ich am Donnerstag auf dem Smokey - wir haben seit Dienstag wieder Unterricht fuer die neuen Kinder, den 4ten batch.

Der Smokey, besonders die "Hauptstrasse" ist ziemlich matschig und eine riesen Pfuetze ist auf diesem Weg..dadurch ist es immer eine kleine Herausforderung, sich bis zum Day Care durchzukaempfen und dabei zu versuchen, moeglichst mit sauberen Fuessen anzukommen ( haha ich schaffs nicht...aber jedes mal die Gummistiefel mitzubringen ist voll umstaendlich..da hab ich lieber matschige Fuesse und spuere den Matsch von Wasser, Abfall und Dreck zwischen den Zehen hhhmm ;p ). Naja und aufpassen, dass man nicht ausrutscht. 

 

Der Regen soll wohl noch die naechsten Tage so weiter gehen. Gestern hatten wir prayer meeting in der Kirche und wir mussten erst mal den einen Teil vom Church Compound ueberqueren, der bis ueber die Knoechel ueberschwemmt war. Waehrend des prayer meeting konnten wir dem schuettenden Regen, Donner und Blitzen zuhoeren.

Vor ein paar Tagen steckte eine Freundin 3 Stunden fest, als sie auf dem Weg von der Schule nach Hause war. Sie kaempfte sich wie so viele andere Menschen durch die kniehohe Ueberflutung.

Teile Manilas sind nach Angaben bis zur Huefte ueberschwemmt - je nach Lage und Abfliessmoeglichkeit fuer das Wasser. 

Am Freitag wurde wegen dem Sturm "Falcon" ueberall in Manila der Unterricht suspendiert. Obwohl es auch sonst keinen Unterricht gegeben haette, da am Freitag "manila day" war.

Am vergangenen Montag ist uebrigens Jose Rizal 150 Jahre alt geworden :) 

Dankbarerweise ist unser Church Compound in einer ganz guten Lage - nur die eine Seite war bis ueber die knoechel ueberschwemmt. Auf der Seite, an der mein "room" (mein Zimmer ;p) liegt, gibt es nur eine grosse, fusstiefe Pfuetze.  

Es ist recht kalt...obwohl das internetthermometer immernoch 26 grad fuer manila anzeigt. naja, ich sitze hier in sweetjacke.

Bei der erhoehten "Luftfeuchtigkeit" trocknet und trocknet meine Waesche einfach nicht..deshalb versuch ich ein bisschen mit dem Elektric-fan nachzuhelfen.. mal sehn, nach wievielen Tagen meine Waesche endlich trocken sein wird.

Am Montag steht ein Besuch von ein paar us-amerikanischen Studenten an. Sie werden unser Day Care besuchen und den Kids ein paar Snacks verteilen. Mal sehn, wie ich mich so mit den Amis verstehen werde ;p

Ich schreibe ueberigens im Moment an meinem 4. Rundbrief, ich weiss aber noch nicht, wie lange es bis zur Veroeffentlichung noch dauert ;p

 

Das wars erst mal.

Liebe regengruesse.

De.bora

 

 

...

Autor: Debora | Datum: 10 Juni 2011, 14:38 | Kommentare deaktiviert

hallo meine lieben treuen Leser oder auch nur-vorbei-schauer.
Ich weiss, dass es schon lange her ist, dass ich mal einen Eintrag schrieb und der auch nur ueber den Februar berichtete. So wird es eigentlich mal Zeit, dass ich euch endlich ueber die andere vergangene Zeit berichte.

Allerdings hole ich zurzeit das Rundbrief-Schreiben nach. In den Rundbriefen berichte ich recht ausführlich ueber die vergangenen Monate. Deshalb möchte ich nicht alles noch mal hier aufführen und euch somit langweilen.
Lest einfach meine Rundbriefe :)

Ich möchte nur ein paar Dinge schreiben, die ich (bisher) noch nicht in meinen Rundbriefen erwähnt habe, da diese sonst noch länger werden wuerden, als sie schon sind.


Ich versuche inzwischen mit ganz aufmerksamen Augen und Ohren durch den Tag zu gehen, um all die Andersheiten, die hier zum Alltag gehoeren (und ich mich somit auch schon dran gewöhnt habe), aber fuer uns Deutsche eher ungewöhnlich sind.
An einem Tag nahm mich eine Freundin mit zu der High School ihrer Schwester, da wir dort etwas abgeben mussten.
Ich habe inzwischen schon einige Schulen hier besucht, bzw sehen natürlich täglich die Schüler auf der Strasse. Das ganze erinnert mich immer wieder ziemlich an die amerikanischen Teenie-Highschoolfilme ( na klar, das alte amerikanische Schulsystem wird hier durchgeführt)
Der Boden in der Schule war gefliest und ziemlich rutschig, sodass wir beiden schon beim einfach Laufen fast ausrutschten und hinfielen. Denke ich an meine alte Schule, erinnere ich mich daran, dass dort alle möglichen (fuer mich unverständlichen) Sicherheitsvorkehrungen geschaffen wurden. Solch ein Fussboden in einer deutschen Schule wuerde sicherlich nicht lange geduldet werden. Eine Rutschgefahr fuer die Schule, sobald sie den Flur entlanggehen, aber fuer die Sicherheit der Schüler gibt es so einige Sicherheitguards, die mit ihren Waffen am Schuleingang stehen oder durch die Gänge laufen.
Ansonsten findet man auch eigentlich in jedem Supermarkt, jeder Bank oder auch LRT Station Sicherheitguards.

Manchmal kommt es dazu, dass ich in makati, dem Businessstadtteil Manilas. Das scheint das komplette Gegenteil vom anderen Manila zu sein. Alles scheint sauber zu sein, die Menschen sind überwiegend gut gekleidet, die Autos fahren nach den Regeln, die Busse dürfen nur an bestimmten markierten Stellen halten, die Jeepneys sehen recht ordentlich aus, es gibt soweit ich mich erinnere, keine Tri-oder Bicycles, bei den Häusern handelt es sich um groesstenteils Hochhäuser und an den Bürgersteigen findet man einige Pflanzen. Alles erinnert mich ein bisschen an eine westliche reiche (bzw nicht arme), normale Stadt.
Zudem ist es normal, sein Geld auch auf der Strasse oder einem Cafe zu zählen - auch wenn es sich dabei um einige taused php handelt. (ich stelle mir vor, was passieren wuerde, wenn ich das hier zb in Tondo machen wuerde. Vielleicht wuerde ich das Geld nicht besonders lange in der Hand halten koennen oder ich hätte spaeter ein paar Verfolger hinter mir)
Einmal bot sich mir die Gelegenheit, vom 30.Stock aus ueber ganz Manila sehen zu koennen. Ich war wirklich ueberwaeltigt von der Unendlichkeit dieser Stadt, den grossen Unterschieden zwischen den Wolkenkratzern und den Hausern, die man gar nicht sieht, weil es nur eine Bretterhuette ist.(Tut mir Leid, ich hatte keine Kamera dabei, aber der Blick war der Hammer…)

Immer wenn Leute mich fragen "…saan ka nakatira?" ('wo wohnst du?") und sie dann die Antwort erhalten dass ich in Tondo wohne, ist es eigentlich normal, dass sie erst einmal überrascht sind und mir dann erzählen, dass Tondo sehr gefährlich ist, dort doch Mörder und Diebe rumlaufen und ich aufpassen soll.
Eigentlich laechel ich immer wieder darüber, aber ich denke, dass es hier durchaus "gefährlicher" als zb in makati ist. Manche Leute scherzen mit mir darüber, dass ich einfach sagen soll "hey, pass auf, ich komm aus Tondo" , wenn mich irgendwer "bloed anmacht".
In meiner Gegend, in Gagalangin, fühle ich mich aber ziemlich sicher ( besonders mein BRGy wurde einmal als sauberstes brgy geehrt ;)) und in meiner ganzen Zeit hier ist mir auch noch nie etwas passiert. Ich höre bloss die Geschichten von anderen ( wie ich zb sah, dass jmd von draussen wirklich versuchte, einer Frau die Ohrringe zu stehlen, während sie im jeepney sass; einer CYFlerin wurde das neue Handy unauffällig geklaut und jmd erlebte, wie ein Junge ihr den Rucksack unnauffaellig öffnete…)
Vor kurzem wurde dann einer Freundin der mp3player geklaut. Während sie auf dem WEg zum naechsten jeepney war, legte ein etwa gleichaltriger Junge seinen Arm um sie und hielt ihr ein Messer an den Hals, und konnte so ihren mp3 player einfach aus der Tasche nehmen.
Ich habe drüber nachgedacht, aber ich denke, fuer mich als "weisse" habe ich einen gewissen Schutz. Denn dadurch, dass ich eben keine Filipina bin, liegt schon ziemlich viel Aufmerksamkeit auf mir, wenn ich die Strasse entlanglaufe. Das duerfte es einem Dieb relativ schwierig machen, nicht von jmd bei seinem Überfall bemerkt zu werden.

Immer wieder wird mir klar, welche grossen gegensaetze in diesem Land herrschen. In einem ganz einfachen Beispiel: während  ein Junge in guter, sauberer Schuluniform im Chowking (fast-food-restaurant) sein Mittagessen mit einem Softdrink und als Dessert einem Halo - Halo ("Mix-mix", philippinische Spezialität: eine Art Eisbecher mit allem möglichen enthalten, so zb Eiscreme, Cornflakes, suesse Bohnen, Mais, Milch, jackfruit, Cocosnuss, Cocosnusgel, wackelpudding-artiges Etwas) geniesst und dabei die Kühle der Klimaanlage geniesst, gute Gerüche in der Luft sind und Musik im Hintergrund, dabei zwischendurch mit seinen Textmates sms mit seinem Iphone hin und her schickt,
sitzt ein Junge im gleichen Alter draussen auf der Strasse. Zerrissene, dreckige Kleidung, umgeben von Hitze und von den Abgasen der Jeepneys, Autos, Tricycles, Bussen, Taxis. Mit einem leeren, hungrigen Magen, seine Ohren werden vom Hupen, den Motoren und den Rufen von den Fahrern oder den Verkauefern erfuellt. In seiner Hand hält er möglicherweise noch einen alten Plastikbecher, den er den Menschen, die an ihm vorbeigehen, entgegenstreckt. Irgendwann wird er vielleicht von einem Securityguard weggeschickt und muss sich einen anderen Platz suchen. Vielleicht kehrt er spaeter zurueck zu seiner Familie, die eine kleiner Bretterhuette hat. Sieht man an dieser vorbei, erblickt man das 10 mal so grosse, erleuchtete Werbeplakat, auf der eine hübsche, hellhäutige Filipina fuer die "billigen" Apartments in einem Hochhaus wirbt, zu dem ein Swimmingpool und ein eigener Park gehoert. Vielleicht wird der Junge aber auch nur irgendwo her seine Pappkartons holen, auf denen er dann die Nacht verbringt.

Die Regenzeit hat nun wieder angefangen. Die Menschen hier sind recht kreativ, wenn es darum geht, ein paar Pesos zu verdienen.
In der Regenzeit kommt es des öfteren mal vor, dass einige Strassen Manilas überschwemmt sind (kommt immer auf die Lage , die Ebenheit und der Abfliessmoeglichkeit an..).
Neben den Händlern, die dann den Regen nutzen, um ihr Geld mit dem Verkauf von Regenschirmen oder tsynelas (Flip-Flops) zu verdienen, bauen Menschen kleine Uebergaenge ueber die Überschwemmten Strassen. Zb legen sie in paar Steine oder Holzbretter so hin, dass die kommenden Menschen die Strasse, die sich in einen mini-bach verwandelt hat, überqueren koennen. So verdienen sie ein paar Pesos, wenn die Menschen ihnen aus Dankbarkeit ihr Barya (Kleingeld) in den Becher werfen.
Ansonsten findet man am Strassenrand unzählige kleine Stände oder einfach nur Decken, auf denen die Händler ihre Dinge (von Handyzubehoer ueber DVDs, Zeitungen, Obst, Kaninchen, Kücken, Haarspangen, Schals, Mützen, slippern, schmuck, Fächern, Kandis, Zigaretten etc.) Zudem hat man eine Auswahl an verschiedenen Snacks, die frisch zubereitet werden. ZB Quick-quick, ein Ei, das in einer orangenen Sauce (sorry, ich weiss nicht, was das ist) fritiert wird. Oder bananaque - eine bestimmte bananensorte in Zucker getunkt und fritiert. Oder Fishballs - also fritierte Teigbaellchen mit Fisch innendrin. Oder Balot - das halb ausgebrütete gekochte Hühnerei. oder Barbecue - also gegrilltes Fleisch, Hotdogs, Huehnerdaerme, Huehnerfuesse oder Köpfe. oder fritierte Erdnüsse. Aber auch geschälte Ananas, Papaya, Melone.

Im alltäglichen Verkehr verdienen sich zb Leute ein paar Pesos, indem sie Fahrgäste fuer den Jeepneyfahrer zusammensammeln, oder indem sie den privaten Autofahrern beim Einparken helfen.
Die Jeepneyfahrer helfen sich auch untereinander. Fehlt dem einem Fahrer mal das nötige Kleingeld, um seinen Gästen ihr Rueckgeld zu geben, wird während der Fahrt dem anderen Jeepneyfahrer zugerufen und Geld ausgetauscht.
Während gewartet wird, dass die Strasse wieder frei ist und man weiterfahren kann, kauft der Jeepneyfahrer eine Zigarette vom Strasseverkauefer, der mit seiner Zigaretten-Kaugummi-Candy - Box herum läuft. Manchmal kommen Kinder und machen die Fensterscheiben sauber und erbitten eine kleine Entschädigung.
Manche Jeepneyfahrer erlauben es auch Kindern oder auch Erwachsenen, kurz in den Jeepney zu kommen und um eine kleine Spende (entweder fuer sich selber oder fuer ihre kranken Geschwister oder auch fuer eine Wohltaetigkeitsorganisation ) die Fahrgäste zu bitten. manche von ihnen machen dabei Musik, um groesse Chancen zu haben.   
Nur ein paar Beispiele von den vielen, wie die Menschen hier etwas Kleingeld verdienen.

Vor ein paar Tagen war ich beim Arzt, da ich eine Entzündung im Ohr hatte. Die Untersuchung war einfach mal richtig teuer -  kein Wunder, dass die Leute hier nicht zum Arzt gehen wollen oder koennen. Dazu verschrieb er mir noch einiges an Medikamenten, die alle einen Markennamen trugen. Diese markenmedikamente sind in etwa doppelt so teuer als die markenlosen. Dabei handelt es sich aber eigentlich um die selben Medikamente, bloss der Preis und der Name ist anders. Es gibt Apotheken, die die markenlosen Medikamente verkaufen, die im Grunde dasselbe wie die markenmedikamente sind, nur um einiges günstiger. Diese Apotheken sind natürlich sehr beliebt unter der Bevölkerung und selbst die Regierung empfiehlt es den Doktoren, ihren Patienten doch die markenlosen Medikamente zu verschreiben.

Selten, aber eben manchmal bin ich noch spaet abends in meiner Umgebung unterwegs (mit Begleitung ;)). Dann ist auch hier in Tondo alles etwas ruhiger, die Tricycle Fahrer schlafen in ihren Gefaehrten, die meisten Geschäfte haben geschlossen und nur die Internetcafes sind noch geöffnet. Die Menschen, die dann noch unterwegs sind, sind vor allem Kinder, die mit ihrem Müllsack durch die Strassen ziehen und nach verwertbaren Dingen Ausschau halten.

 
Ich werd ein paar Fotos hochladen…einfach ein paar Eindrucke Manilas.
Ich hoffe, ihr seid nicht allzu enttäuscht, dass ich all meine Erlebnisse hier nochmals aufgezählt habe, aber das findet ihr ja wie gesagt in den Rundbriefen..

Alles Liebe meine lieben.
Es sind nur noch wenige Tage, dann werde ich schon wieder meine Rückreise antreten.
Ab heute sind es nämlich noch genau 64 Tage, bis ich mich am Abend auf den Weg zum Flughafen begeben werde.
Bis dahin stehen noch ein paar Events an. Zb fängt naechste Woche wieder unser Unterricht mit den neuen Schülern an. Dann hab ich wieder ein Debriefing, also ein Rückblick auf die vergangene letzte Zeit. Vielleicht werden wir dafür auf eine andere Insel fahren :) Ausserdem werde ich Besuch von meiner Mum bekommen :)

Ok, also bis hier hin.
Alles Liebe.
De.bora

 

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