VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Anne | Annika | Cordula | Debora | Jana | Janina | Janis | Karolin | Katinka | Lea | Lena | Lisa-Marie | Mareike | Rabea | Rebecca

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

von weihnachten und dem rest..

Autor: Debora | Datum: 06 Februar 2011, 11:36 | Kommentare deaktiviert

Normal 0 false false false MicrosoftInternetExplorer4

...es ist wieder soweit und ich widme mich mal wieder meiner Vergangenheit ;)

Nun ist schon Februar und wahrscheinlich denkt kaum einer mehr an Weihnachten. Das werde ich nun aendern...denn mein blog wird wie immer mal chronologisch geordnet sein ;)

Kurz vor weihnachten wollte ich grade den Church Compound verlassen, als ich zwei deutsche VEM-ler traf : ) und mich kurzerhand ein bisschen mit ihnen unterhalten konnte, danach Harry Potter 7 mit einer Freundin im Kino schaute ( ...bei manchen filmen kann man einmal bezahlen und wenn man will, den film dann einfach 3 oder 4 oder 5 mal gucken. Einfach sitzenbleiben ;D )

Also wie gesagt, Weihnachten feierte ich mit der Familie eines Gemeindemitglieds und Smokeylehrerin. (Tita Phara..)Am 24. Dezember machtens wir uns etwa um 4.30 am Morgen auf den Weg nach Fairview (oder auch „Farview“ genannt, weil es so weit weg ist ;) ). Das ist ein Ort, ebenfalls in Metro Manila, aber wie gesagt, man braucht je nach Verkehr 1 bis 2 Stunden.  Dort wohnt ein Teil der Verwandschaft von tita Phara und ihrer Familie. Die beiden Kinder sind auch Gemeindemitglieder ( allerdings schon erwachsen,  Ate Van (26)und  kuya Aaron(29)). Wir waren also  8 Leute, die zusammen dort Weihnachten verbrachten. Der Ort ist wunderschoen, es gab frische Luft und frischen Wind, weit entfernt konnte ich die Berge erkennen, und der ganze Ort besteht auch mal aus Auf und Abs (nicht so wie hier in Tondo, wo alles recht flach ist..) und man findet auch mal mehr laendliche strassen, d.h. nicht geteert....der 24. Bestand dann eigentlich nur aus schlafen, Filme gucken, Videoke, essen. Weil ich aber nicht nur rumliegen und gucken und essen wollte, sondern was tun wollte, half ich kuya Aaron beim Essenzubereiten. Obstsalat, Salat, gegrillter Fisch, Spagetthi, Reis, ... um 12 Uhr gabs dann natuerlich das Mitternachtsessen und „froehliche Weihnachten“.

Am 25. Dezember fuhren wir in die nahe gelegene Mall ( gibt es ueberhaupt einen Ort in Manila, der nicht in der Naehe einer mall ist....?), guckten einen typisch filipinischen Film und assen danach wieder in einem Restaurant und danach gings auch wieder nachhause.

...ich habe es so erlebt, dass solch ein Weihnachten gar nicht so unnatuerlich hier ist. Schlafen und Essen und in die Mall gehn. Auch „TuKaGa“ (Tulog-kain-gala = schlafen, essen, in Mall sein) genannt. Ok, ist nicht so ganz meine Art des Feierns, aber so scheint es hier zu sein. Ich war nur sehr dankbar, dass wir in Fairview waren (dem schoenen ort ! ;) ), ich mit ateVan und kuyaAaron etwas Zeit verbringen konnte und leckeren Obstsalat hatte ;D

Am 26. Machte ich mich mit ate Rox (lehrerin vom smokey..) nach dem Gottesdienst auf zum jaehrlichen CYF Camp (CYF Christian Youth Fellowship, so heisst die Jugend aller UCCP‘s), das dieses Jahr in Batangas stattfand, im Sueden Luzons. Die Gastkirche war eine sehr kleine, gemuetliche, laendliche Kirche...Weil wir am Abend an unserm Campplatz ankamen, gab es am Abend nur noch Abendessen, dass jeder fuer sich selber mitgebracht hatte ( oder auch nicht ;D haha so wie wir...bzw hatten wir zu wenig.) , dann etwas Lobpreis (ohhh das tat guut, mit vielen Jugendlichen, draussen in der Natur, dunkelheit) und Einteilung in unsere Gruppen oder auch „Familien“, in der wir uns kurz kennenlernten...

Die Nacht war tatsaechlich wie gesagt : kalt. Aber irgendwie haben wirs doch ueberlebt und am naechsten Tag gabs Seminare, lustige Spiele, Gemeinschaft usw. An dem Abend habe ich angefangen, meine Familie dort erst richtig kennen und liebenzu lernen. (haha das scherzen darueber, wer alles mein boyfriend wird und wie gut wir doch zusammenpassen, wurde natuerlich nicht ausgelassen ;) ) ...am Ende des Abends hatten wir eine sehr schoene Familienaktion: Eine Kerze wird weitergegeben. Und zwar an die Person, die man „appreciate“. Man sagt zuerst, warum man diese Person so mag (ohne namen zu nennen) , dann gibt man die Kerze an diese Person. Eine irgendwie sehr schoene und ermutigende Sache...obwohl das Camp eigentlich bis zum 30. Ging, verliessen wir beiden den Ort schon gegen 4 Uhr morgens wieder...denn in Tondo warteten wieder Vorbereitungen fuer das Giftgiving auf dem Smokey am naechsten Tag.

Dieses Giftgiving wurde vom Makati Medical Center (ein privates Krankenhaus in Makati-Manila, bereits die letzen Jahre gab es diese Aktion und es gibt immer wieder (vorallem Sach-) Spenden von ihnen fuer den Smokey) gesponsort und unterstuezt. Etwa 300 Familien bekamen eine grosse Platiktuete (hier besteht alles aus plastik...ich meine, es werden sooooo viel Plastiktueten immer und ueberall verwendet), gefuellt mit vielen Lebensmitteln. Diese Tueten wollten natuerlich auch gepackt werden, also wurde unsere Hilfe gebraucht und zudem wollte ich auch das Giftgiving erlebn. Also musste ich den grossteil des Camps opfern...wie gesagt, am 29. Fand dann die aktion statt. Einige Doktoren und unsere Pakete wurden zum Smokey gebracht, es gab kleine Ansprachen, ein Gebet, viele Fotos und natuerlich die Verteilung der Pakete...

Am naechsten Tag fuhr ich dann spontan mit 2 Jungs und ate rox zum Makati Medical Center, wo wir „junkstuff“ (Zeitungen, kartons,plastikflaschen, dosen) abholten (auch eine Hilfsweise ...) und zur Kirche brachten..diese Sachen werden wir verkaufen und das Geld fuer das Day Care verwenden.

Silvester. Am Abend ein sehr schoener Gottesdienst, dann mit Tita Pharas Familie ein kleines Abendessen, dann mit den Jungs (vom CYF und alle irgendwie mit tita Phara verwandt...) von etwa 21 bis 00.00 Uhr auf dem Hausdach Boeller angezuendet und Raketen in die Luft gelassen...Das geboeller im allgemeinen fing schon am Morgen und teilweise schon tage vorher an..Und kurz nach 12 Uhr war das ganze auch ziemlich schnell vorbei.....aber irgendwie scheinen zumindest die Jungs mehr Spass an explodierenden Dingen zu haben, als an Feuerwerk..nach dem Gefeuerwerke gabs dann natuerlich buenas noce, das mitternachtsessen. Waehrend ich von den Jungs begleitet, nach Hause ging, konnte man kaum atmen, so stark verqualmt waren die Strassen Tondos..

 

Mein Neujahr fing wunderbar an. Denn ich wurde mit einem Anruf von meinen Eltern geweckt – wunderbar. Danke ;) Dann machte ich mich auf den Weg zu Ate Amy (meine ehemalige Mentorin...) und erlebte Manila so ruhig wie nie zuvor. Alles schien veraendert. Alles ruhiger, die Leute, die Strassen....neues Jahr. Nur die Armut, die man ueberall sieht, bleibt dieselbe.

Bei Ate Amy zuhause hatten wir dann eine kleine Neujahrsfeier, es gab sehr leckeres Essen, sehr gute Gemeinschaft und ich konnte es einfach geniessen. Als Ate Amy dann ihr deutsch rausholte, was sie im Moment lernt, wurde die ganze Sache noch lustiger ;)

Am naechsten Tag gab es mal wieder sehr viele Besucher aus Australien, mit denen wir nach dem Godi natuerlich den Smokey besichtigten...

Seit dem 3.Januar haben wir wieder vollen Unterricht im Day Care. Und seit dem 4.  Januar haben wir nun jeden Dienstag ein besonderes Feeding: nach dem Unterricht der zweiten Klasse, also um 12 Uhr kommen alle Kids mit ihren Geschwistern wieder und jeder bekommt eine Mahlzeit. Das ganze wurde von einem koreanischen Missionar eingeleitet, der auch vor einigen Jahren eine zeitlang in Tondo gedient hat und viele Aktionen geleitet hat. Ich hoffe, dass (falls das feeding nun wirklich jeden Dienstag stattfinden sollte...wer weiss, hier wird manchmal gross geredet und dann doch nicht durchgefuehrt oder es laeuft halt doch nicht so gut..) diese Aktion immer besser und immer geordneter wird.Der erste Dienstag war das reinste Chaos, aber es wird von Woche zu Woche besser. Und neues, bzw mehr Geschirr hat uns das ganze auch bescherrt ;)

An einem Tag hab ich das erste mal wirklich den ganzen Tag in einer Mall verbracht..dabei hab ich sooo viele auslaender gesehen.allerdings mag ich das wirklich nicht gerne, wenn ich einen auslaender mit einer filipina sehe..das sieht man so oft. Und oft frage ich mich dann, ob es wirklich heirat aus liebe war oder einfach aus der hoffnung heraus, dass man ein besseres leben bekommt (materiell gesehn und arbeitsmaessig) und kinder, die hellere Haut haben..sehr selten sieht man ein auslaendisches maedchen mit einem filipino (einmal, und der filipino war sehr nett zu mir ;) hehe annika jaja bald...)..wollte mein Display von meinem Handy reparieren lassen ( ...es war schon vorher immer wieder verwirrt, bevor es mir ins waschwasser fiel ;) ), bin also mit einer freundin los zur mall. Die Reparatur war uns aber zu teuer (...obwohl man bei 20 euro eigentlich nicht von teuer reden kann, oder? ) egal, in welchem der vielen Handyshops wir auch nachfragten. (wie auch immer ich hab ein neues handy...,‘myphone‘, filipinische marke und sehr guenstig...) Also assen wir, guckten „Gulliver’s Travel“ einfach zweimal (ihr erinnert euch, man darf einfach sitzenbleiben), machten eine Pause im Internet und schauten dann „the tourist“, genossen ein gutes Abendessen und fanden uns dann doch irgendwann wieder zuhause.

Hm..ansonsten war ich wieder jeden Tag auf dem Smokey, Sonntags im Gottesdienst..

An einem Samstag startete ich mit Ate Van um 5 Uhr mit dem Taxi zu Manila Bay, wo wir dann, so wie viele andere Filipin@s frueh am morgen, joggten, badminton spielten, redeten.....

Am selben Tag startete auch die „Week of Prayer for Christian Unity“ vom National Council of Churches in the Phlippines (NCCP), die mit unterschiedlichen Aktionen an unterschiedlichen Orten gefeiert wurde. Und am Samstag war unsere Kirche bzw der Smokey der erste Aktionstag.Etwa 20 Teilnehmende unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Kirchen und Bekenntnissen (also auch zb katholische waren dort..) besuchten unser Day Care, gingen auf dem Smokey umher und erzaehlten den Kids spaeter in der Kirche Hiobs Geschichte, assen, sangen, spielten, malten. Spaeter, waehrend die Kids wieder mit dem Projeteigenen Bus nach Hause auf dem Smokey gebracht wurden, hatten wir (ich nahm an der ganzen Aktion teil...) eine reflektion des Tages, unser Erlebnisse usw. Im Rahmen dieser Woche nahm ich auch noch am „Bible Festival“ in der Philippine Bible Society teil – ein Tag lang Aktion erst fuer Kids und dann fuer Jugendliche, ein Besuch im Bibelmuseum, ein Gottesdienst, viel Spass und Erlebnis. Wieder eine Sache, die ich genoss, da ich auch wieder andere Leute, andere Orte, sehen konnte...Ausserdem an einem liturgischer Gottesdienst, der in der Kirche der De la Salle Universitaet gefeiert wurde – schooene Kirche. Und irgendwie beeindrucken mich die Universitaeten hier. Und ich vermisse tatsaechlich die Schule, bzw wuensche ich mir, ein Student in einer dieser Unis zu sein..und noch ein Gottesdienst in Mandaluyong City (Metro Manila), in einer katholischen Kirche..

...mein Alltag ist im moment mehr oder weniger Alltag. Denn jeder Tag ist doch so unterschiedlich, auch wenn ich jeden Tag auf den Smokey fahre und der Unterricht im Moment noch mehr dem vom Tag zu vor aehnelt ( denn komischerweise und leider koennen die Kids das alphabet nicht mehr...das ist sehr sehr schlecht, denn bald ist graduation, bzw muessen die Kids den Aufnahmetest in die Grundschule absolvieren..und wenn sie nicht zumindest das Alphabet koennen, wird das schwierig...also wird nun jeden Tag das Alphabet und schreiben geuebt). Dann passieren an jeden Tag unterschiedliche Dinge, unterschiedliche Erlebnisse.

Zb dass ich aus versehen eine kleine Echse mit im wasserkocher koche, meine Zimmermitbewohnerin Frau Maus sich wieder blicken laesst,dass ich im grossen Supermarkt nicht finde, was ich aber im kleinen SariSaristore finde, dass zb unauffaellig der Jeepneyfahrtpreis von 7 auf 8 peso steigt (vielleicht, weil das Benzin im moment so teuer ist...), dass ich spontan mit irgendwem fremden ins gespraech komme, wieder etwas neues auf dem smokey entdecke, was ich vorher nie zuvor gesehn habe (zurzeit wird wohl etwas fuers fernseh dort gedreht...), ich wieder eine neue (Liebes-)Geschichte aus irgendeinem Leben hoere...

ich weiss am morgen eigentlich nie, was ich am tag so machen werde, denn das kann sich hier so ziemlich schnell von einer auf die andre minute aendern..

das wichtigste zum schluss: Am 30 Januar hab ich was tolles erlebt. Nachdem wir Tage zuvor alle moeglichen Notwendigkeiten dafuer gekauft hatten,  erlebten ich und Ate Van mit ihren officemates einen Tag voll Trekking, Caving,  Cross Wiring und Swimming an einem wunderschoenen wunderschoenen wunderschoenen Ort in Bulacan (San Miguel). Wir konnten einfach die pure (noch nicht verschmutzte ) Natur erleben und geniessen, uns viel bewegen, uns selbst herausfordern, Naturwunder erleben, Spass haben, gottes wunderbare Schoepfung geniessen...Es war ein Tag voll Dingen, die ich einfach liebe.

 

Bald fahre ich vom 23 bis 28 februar nach davao, in mindanao. Dort wird es ein zwischenseminar fuer mich geben. Ich bin dankbar, dass ich bereits Bernadette, die Freiwillie in Montalban, dort kenne und wir vermutlich zusammen dorthin fliegen koennen.

 

 so...das wars erst mal...werde noch ein paar bilder hochladen, hoffe sie werden nicht allzudurcheinander sein..

alles liebe..

..ps...dank sei gott...er laesst mich immer so viel erleben und lernen... in den verschiedensten dingen..