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erlebnisse...

Autor: Debora | Datum: 21 September 2010, 16:41 | Kommentare deaktiviert

Hallo meine Lieben..

so..nun ist die Zeit gekommen, dass ich euch mal wissen lasse, was ich so die letzten Tage gemacht habe.

Ich denke, mir wird es nicht leichtfallen, den Blogeintrag zu verfassen. Denn ich habe so viel erlebt, ich koennte alles im Detail beschreiben und ihr wuerdet euch nicht langweilen. Weil einfach alles so anders ist hier. Aber wuerde ich das tun, wuerde der blogeintrag wohl nie enden…deshalb versuche ich mich ziemlich kurz zu fassen, auch wenn ich so gerne alles mit euch teilen wuerde.

Aber selbst wenn ich alles, was ich erlebt habe, in Worte fassen wuerde, waere es dennoch anders. Denn es zu erleben ist noch mal so anders als es zu lesen (wie oft habe ich schon von solchen erlebnissen gelesen, aber es zu erleben…..) .

Ok. Also ich werd einfach mal schreiben, was ich gemacht habe die Tage und die details weg lassen.

Wie gesagt, die letzten 2 Wochen hatte ich fast jeden Tag Sprachunterricht, was recht anstrengend war aber ich will ja auch gut Tagalog sprechen koennen ;)

Das Wochenende (11 u. 12) hab ich in Tondo verbracht und am Montag nach einer Spracheinheit gings mit meiner lieben Pastora Joyce nach Cavite, zum Union Theological Seminar, wo mir und einer Koreanerin von einem Professor etwas ueber die Theology of Struggle erzaehlt wurde (ziemlich ziemlich interessant, und richtig gut anschaulich erklaert…). Das UTS hat ein ziemlich wunderschoenes Gelaende und ich habe es genossen, da zu sein.

Am Montag hab ich das SINAG KABABAIHAN program der UCCP in Cubao besucht.. bzw wurde mir etwas darueber erzaehlt. Es ist ein Programm fuer Prostituierte ( die das tun, weil sie sonst ihre Familie nicht ernaehren koennen), das den Frauen dabei hilft, eine alternative Arbeit zu finden und bald soll es auch bible studies geben. Spaeter sind wir dann in den Strassen umhergegangen und haben mit den Frauen, die auf ihre Kunden warten, geredet und sie zu der bible study eingeladen.

Mittwoch hab ich an einem  Forum der ‘Pilgrims of Peace’ teilgenommen (wohl eher zugehoert), was allerdings leider auf Tagalog war..was solls. Ich war da ;D und das Gelaender der Uni  ist sehr schoen (hehe da werden Traeume geweckt .D )

Am Donnerstag war mein Sprachunterricht etwas anders..ich und meine Lehrerin haben ein paar Donuts und Getraenke gekauft und sind in den Luneta Park ( oder auch Rizal Park, dort wo der Nationaldheld Jose Rizal hingerichtet wurde) gegangen, in order to talk to some people. Das haben wir dann auch gemacht.  Ein alter Mann hat mir sein halbes Leben erzaehlt ,ein gutes Zeugniss seines Glauben hingelegt und war davon ueberzeugt, dass Gott mich hierhin gebracht hat und es sein Plan ist (tama – correct ! ). Nachdem wir zum schluss zusammen gebetet haben, haben wir dann noch mit ein paar Strassenkids geredet und ihnen ein paar Donuts gekauft (worueber sie sich richtig gefreut haben) . Auf die Frage, was sie mit den paar Pesos machen werden, die wir ihnen gegeben haben, war die Antwort, dass sie es sparen werden um sich in der Schule etwas zu essen zu kaufen ( vorbildlich sag ich nur..)

 

Freitag war ein sehr schoener Tag fuer mich…denn ich konnte mich mit Ate Dulby, einer Freundin und Kirchenkreispartnerin (Kirchenkreis  Koblenz (GER) und Agusan, Mindanao, Philippines) treffen. Wir hatten eine ziemlich gute Zeit zusammen und es tat ziemlich gut einfach mit Freunden unterwegs zu sein. Waren zb im OceanPark Manila ( da kann kein deutsches SeaLife mithalten…). Spontan haben Ate Dulby und ihre Freundin bei mir uebernachtet .D

 

Samstag morgen gegen 6 am sind wir – ich und ein paar Jugendliche aus Tondo- aufgebrochen, um mit einigen anderen aus verschiedenen Organisationen (eigentlich ziemlich viele junge Leute, aber auch aeltere) zum solidarity visit nach Hacienda Luisita zu reisen.  HL ist ein 6.000 ha grosses ‘Gebiet’ (sorry, manchmal sind die englischen woerter ziemlich komisch in Deutsch), Land, wo farmer arbeiten und leben. Hacienda Luisita besteht aus 10 Barangays ( Barangay ist wie eine Art Dorf) mit jeweils etwa 500 farmern (+ familien ! ) und einer Menge Land. In einem Barangay haben wir dann eine Art Gottesdienst gefeiert und sind in verschiedenen Gruppen zu den einzelnen Barangays (Brgs) aufgebrochen, um von den farmerfamilien etwas ueber ihre Sitation zu hoeren und uns zu unterhalten. Denn das Land gehoert nicht den farmern. Sie werden ziemlich unterdrueckt, erleben ziemlich viel Ungerechtigkeit. Ich will die Situation jetzt nicht weiter ausfuehren, das wuerde zu lang werden und ich habe mir schon vorgenommen, bald mal einen Artikel oderso ueber die Situation und das Leben der farmer zu verfassen. Das wichtigste ist einfach, dass die Ungerechtigkeit ziemlich krass ist und u.a. von der Regierung ausgeht und die farmer immer weiter dagegen ankaempfen wollen und sollten.  

Am Abend fuhr ich dann per tricycle zum Brg, wo meine Gastfamilie haust. Brg Balete. Sehr schoener Name. Bei der Familie habe ich bis Montagmorgen gelebt und das “simple life” kennengelernt. Das ist es wirklich.  Draussen ueberm Feuer kochen, draussen auf toilette gehen und duschen ( hier wird das Wasser noch per Armkraft aus der Erde gepumpt.) und im airconditioned (echte Himmelsluft…) Bett schlafen, was gleichzeitig auch Wohnzimmer fuer alle moeglichen Gaeste ist und Zimmer von meiner lieben Gastschwester.

Sonntag hab ich im Kindergottesdienst den Kinder ein Lied beigebracht (“ with jesus in my heart I can smile at the storm…..until it takes me home…usw) und die Geschichte vom verloren Schaf erzaehlt, mich spaeter auf Tagalog den Kirchenbesuchern vorgestellt, waehrend dem Gottesdienst von einigen Kindern beobachten lassen und wieder viel Aufmerksamkeit bekommen.

Mittags sind wir - meine Nanay (gastmutter) und eine andere Frau, ein paar Jungs und ich -   durchs Brg gegangen und haben die Leuten eingeladen, mit nach Manila zu kommen. (was dort passiert ? lies weiter..)  Am Abend gabs – na klar - Videoke, Gerede mit einem angetrunkenen und vielen andren (hauptsaechlich Jungs, die Maedels sind schuechtern oder gehen nicht raus wurde mir erzahelt), und Liebes- und Lebensgeschichten meiner Gastschwester . Ausserdem hat sich Poy noch schnell die braunen Stellen in seinen Haaren Schwarz gefaerbt – for security. Denn er, erst 18 Jahre alt, kaempft fuer Gerechtigkeit, hat Reden bei der Demo in Manila gehalten und Gerechtigkeit ausgerufen, ist ein Kaempfer gegen die Unterdrueckung und ist deshalb moeglicherweise in Gefahr, wenn die opposition ihn (zb durch die auffaelligen Haare) wiedererkennt. Seine Eltern leben nicht bei ihm (weil sie im government sind…), er aber will nicht zur schule gehen sondern fuer die Verbesserung der Situation der farmer eintreten und seine Eltern wissen auch gar nicht, was er tut. Sonst gaeb es wohl ein Problem..

Ein anderes Beispiel von sicherheit ist meine Gastschwester (ich nenn keine Namen der Familie..security..wirklich. .D ). Ihr Vater ist eigentlich der Leiter einer Farmer-organisation, ist aber ins Ausland gefluechtet, weil ihm deshalb mit Mord gedroht wurde. Die Familie wird evtl bald auch auswandern. Meine Gastschwester hat mal in einem Candyshop gearbeitet, konnte aber eines Tages nicht mehr arbeiten, weil irgendwelche Leute sie erkannt haben und erzaehlt haben, dass ihr Vater dieser Leiter ist und sie darum in "gefahr' waere, wenn sie weiter dort arbeiten wuerde.

 

Montagmorgen sind wir frueh mit 10 Jeepneys mit jeweils etwa 20 Leuten (macht 200, richtig ?) aus allen Brgs. nach Manila aufgebrochen.. Dort haben wir dann erstmal vor dem Supreme Court demonstriert, viel Aufmerksamkeit auf uns gelenkt ( es gab auch einen Artikel in der Zeitung darueber .D und moeglicherweise auch im Fernsehn.)  und den Rest des Tages nur rumgehangen .

Heute morgen haben wir dann noch an anderen Orten und am Place of Peace (wenn ich mich recht erinnere) mit anderen Activisten fuer Gerechtigkeit demonstriert.

Alles in allem, habe ich die Zeit in Hacienda Luisita ziemliche genossen… ( auch wenn es keine ventilatoren gab und es ziemlich ‘mainit’-heiss war..) die Leute sind einfach ziemlich nett, fun-loving und sorgten fuer mich..Ich vermisse jetzt schon das ‘simple life’ obwohl es am Anfang gewoehungsbeduerftig ist. Ich vermisse meine liebe Gastfamilie und die Leute von Hacienda und mir ist klar geworden, wie wunderbar es ist, dass ich die Art des Lebens der Famer (sind immerhin 75 prozent der gesamten Bevoelkerung der Phil.) erleben durfte. Vielleicht und hoffentlich habe ich nochmal die Chance, dorthin zu kommen…so wie ich eingeladen wurde direkt fuer 1 Monat zu bleiben und noch mehr Kampampangan (der dialect dort) zu lernen.Ich moechte noch mehr ueber Hacienda Luisita und das Leben dort erfahren..das ist mein Wunsch. who knows.

Ich hoffe, ich werde bald wieder ein paar Fotos (von den vielen die ich gemacht habe..die dann wohl nur meine Familie sehn wird hehe .D ) hochladen, damit ihr einen mini minieindruck bekommt.

Der Eintrag ist ziemlich lang und dennoch habe ich mich so kurz gefasst wie es nur ging. Es gaebe so viel zu erzaehlen….aber vielen Dank fuers Lesen.

Debz  ;)

 

PS. 90 prozent sind arm. Die Armut ist ueberall. Heftig…

PPS.  fuer die maedels .D auf dem Land findet man noch echte maenner haha.  Das Wochenende hat mir etwas braeune beschert, was man an den Flipflopabdruecken merkt ha.

PPPS.  In der Situation der Farmer werden die Lieder, die gesungen werden (seien es zb christl. Lieder/Anbetungslieder) und die Psalmen und die Weissagungen Gottes wirklich wahr, greifbar, echt und real. Noch mehr als sonst.

 

share.

Autor: Debora | Datum: 06 September 2010, 12:44 | Kommentare deaktiviert

 

http://www.youtube.com/watch?v=bzYgSJCPEtY

 

Guckt euch dieses Video an..oder 2 oder dreimal..

 

 

Das, was er dort sagt, es ist alles sehr richtig, hoert euch alles gut an..(bzw lest^^) 

Ich sehe diese Menschen, diese Lebensweise jeden Tag..

Mich spricht das video sehr an..

Gott arbeitet in mir..

 

"God moves in mysterious ways. Don't give up"

stand auf 3 Plakaten, die ich auf dem Weg nach Quezon City zu meiner 3. Trauerfeier (in 3 Wochen...) gesehen habe. 

 

"Weigere dich nicht, dem Dürftigen Gutes zu tun,

so deine Hand von Gott hat, solches zu tun. "

Sprueche 3:27

 

 

 

 

PS. Annika, Mayumi hat die Welpen bekommen, aber 2 sind leider gestorben. Und heute ist auch ein Katzenbabie gestorben, es war schon immer so duenn..Und ich schlaf im Bett am Fenster .)

 

PPS. die ersten Fotos sind da .)

 

 

Es ist wieder soweit….

Autor: Debora | Datum: 01 September 2010, 14:47 | Kommentare deaktiviert

....ich widme mich mal wieder einem blogeintrag.

Heute bin ich schon seit 2 Wochen hier auf den Philippinen. Und seid meinem letzten blogeintrag ist schon wieder einiges passiert, auch wenn sich grade mehr oder weniger ein Alltag einlaueft, den ich spaeter kurz beschreiben werde….

Am Mittwoch hatte ich meine erste Tagalogstunde, was aber mehr ein erstes Kennenlernen mit meiner Sprachlehrerin war und habe dann spaeter am “closing worship” , dem Abschlussgottesdienst , der Gender Studies (ein Seminar ueber etwa 2 Wochen…) der asiatischen UEM-Mitglieder teilgenommen.

Mehr oder weniger spontan wurde ich dann auch eingeladen, mit dessen Teilnehmern am naechsten Tag nach Subic zu fahren, was ich dann auch tat. Es ging also am Donnerstag vormittag mit etwa 14 anderen UEM-Mitgliedern nach Subic, ein etwa vierstunden entfernter Ort am Meer noerdlich von Manila. Dieser Ausflug war echt wunderbar, wie Urlaub und ich habe in zwei Personen aus Indonesien Freunde gefunden. Ich habe waehrend der Fahrt jede Menge Reisfelder und ganz viel gruen gesehen und fand des toll, mal kleinere Staedte oder Doerfer zu sehen. Nach Schwimmen im Pool und Meer gabs abends barbeque und nach einer Nacht im Ocean-View Resort ging es am Freitag ins “Zoobic”, wo wir in paar Tiger und andere Tiere angucken konnten.  

Samstag wusch ich meine Waesche (fuer die die es nicht wissen: per Hand natuerlich ;) ) und Sonntag nach dem Gottesdienst bin ich mit ein paar aelteren der Gemeinde zu einer kleinen Trauerfeierlichkeit  aufgrund des Todes der Schwester eines Mannes, der auch hier auf dem Church Compound wohnt, gefahren. Mir wurde erzaehlt, dass solche Feierlichkeiten fuer etwa bis zu 10 Tage andauern und die Angehoerigen dann fuer ein Jahr nur Schwarz tragen.Auf dem Weg dahin haben wir dann auch noch zwei Beerdigungszuege gesehen. Also viele Menschen laufen und fahren auf der Strasse hinter dem Sarg her und machen evtl Musik.

Seit Montag habe ich nun wirklich Sprachunterricht und laut Stundenplan soll das auch noch bis naechste Woche Freitag jeden Tag so sein.

Mein Tagesablauf sieht im Moment so aus:

Zwischen 6 und 8 Uhr steh ich auf (je nachdem wann mein Unterricht anfaengt), fruehstuecke und gehe dann los zu der Strasse, in dem die Jeepneys vorbeikommen. Dort steige ich dann in einen Jeepney und lass mich fuer 7 pesos ( 1 Euro sind ungefaher 55 Pesos. Ihr koennt euch also ausrechnen, wieviel 7 Pesos sind. ;) ) fast bis zur LRT Station “Blumentritt” fahren. Zur LRT Station laufe ich dann noch ein paar Meter, allerdings an vielen kleinen Obst/Gemuese/Fleisch/Suessigkeiten/Krimskrams – Staenden, jeder Menge pedicabs und tricycles und vielen Menschen vorbei. An der Station lasse ich mir dann vom LRT Mitarbeiter in die Tasche gucken (ob ich Waffen oderso dabeihabe), gehe in die “female area” und warte auf die Bahn. Blumentritt war uebrigens der oesterreichische Freund von Jose Rizal, (einer) der Nationalheld(en) der Philippinen, ein Freiheitskaempfer gegen die Spanier. Er hat in Deutschland studiert ;) Nach einer Fahrt in der entweder sehr vollen oder normalvollen Bahn laufe ich dann wieder ein bisschen vorbei an allen moeglichen Staenden/Decken mit allen moeglichen Dingen, schlaengel mich durch Jeepneys und andere Fahrzeuge und Menschen hindurch und komme schliesslich nach ca 40-60 minuten im Shalom Center an. Dort versucht dann teacher Ludy mir die filipinische Sprache beizubringen. Gegen 2 Uhr ist der Unterricht vorbei und wir gehen evtl noch zu Robinsons, einer der riesen shoppingmalls hier in manila, von denen es sehr viele gibt.

Irgendwann nehme ich dann wieder meinen Rueckweg, vorbei an den Hochhaeusern, Wellblechhuetten, Pappkartonbehausungen und behausungslosen Menschen ( die dann zb in einer Ecke der Treppe vom LRT oder auf der Wiese neben Bahnschienen und Abwasser leben) auf mich.  Die Armut vieler Menschen ist wirklich nicht zu uebersehen und es macht mich immer wieder traurig das zu sehen.Auf dem Church Compound der UCCP Tondo, wo neben mir noch andere Familien wohnen, angekommen, muss ich meine Hausaufgaben machen oder lernen.

In Manila ist alles anders als in Deutschland (hehe alliteration ), aber ich habe mich dran gewoehnt.

Mir ist aufgefallen, dass zb viel mehr Menschen angestellt sind. Zb viele “guards” oder Info-und SIcherheitsmaenner in den Malls, Taschenkontroll-Menschen, viele Verkaeufer, sehr viele pedicab –trycicle – und Jeepneyfahrer, “Tuersteher” usw.

Wo auch immer ich unter Leuten bin, werde ich angeguckt. Nur weil ich “weiss” bin und man damit wunderschoen ist. Mich nervt das ein bisschen und ein bisschen aergert es mich.  Denn zb in Deutschland wollen alle braun sein, es gibt Sonnenstudios und Braeunungscremen und alle fahren in den Urlaub um sich zu sonnen. Hier gibt es Weissungscreme und spritzen, die einem weisse Haut geben und im Fernseh sieht man des oefteren mal Menschen, die weisser sind als fuer Filipinos normal.

Alle wollen das haben, was sie nicht haben. Und haben das, was andere wollen.

Es ist schon richtig so wie es ist, warum nimmt man es nicht einfach an und freut sich daran, dass Gott nicht alle Menschen gleich gemacht hat ?

ps.. zurzeit ist Regenzeit (oder auch tag-ulan), also regnet es jeden Tag regnet mindestens einmal.entweder morgens oder mittags oder nachmittags oder abends oder nachts, nachts allerdings am hauefigsten. aber es ist kein normaler regen, sondern regen in stroemen, wie aus giesskannen, cats and dogs. Davon kommt immer ein bisschen in mein Zimmer geschwemmt, was ich durch fussmatten versuche, aufzufangen...

So das war es bis hierhin erstmal.

Danke fuers lesen, kommentieren und beten.

 

Freut euch im Herrn allezeit, und wiederum will ich sagen:

Freut euch; eure Milde soll allen Menschen bekannt sein.

Der Herr ist nahe.

 

Debora

 

hallo..

Autor: Debora | Datum: 25 August 2010, 07:35 | Kommentare deaktiviert

... meine lieben Leser !

Mal sehen, wann ich mal ins Internet gehen werde, aber ich schreibe heute schon mal meinen aktuellsten blogeintrag ( vom pc des office…), den ihr grade lest. Heute ist Montag.

Am Samstag ging es mal wieder nicht wie geplant um 10 Uhr morgens, sondern erst nachmitags gegen 15 Uhr mit einem Taxi mit Ate Amy nach Tondo.)  Die Fahrt hierhin war fuer mich sehr beeindruckend…Die Lebens- und Wohnart der vielen Menschen, die ich sonst immer nur auf Fotos gesehen habe, kann ich nun mit eigenen Augen in echt sehen. Leider kann man das, wie so viele Dinge, nicht in Worte fassen, aber ich wuenschte mir, ich koennte diese erlebten Eindruecke mit euch teilen.

Schliesslich  sind wir dann auch hier, auf dem UCCP Tondo Church Compound angekommen und nach einem cape und Reden mit Ate Amy und Ate Melli konnte ich dann mein neues Zimmer beziehen… Vielleicht gibt es bald schon ein paar Bilder, mal schauen.  Kurz darauf ging es dann auch schon mit den aelteren der Gemeinde zu einer Art  Trauergottesdienst in einem kleinen (fuer deutsche Verhaeltnisse sehr sehr klein, aber fuer hier vermutlich ganz normal wie ich bisher erlebt habe) Haus. Der Mann ist 93 geworden und hatte 11 lebende Kinder ! .) Ich fand des sehr beeindruckend und schoen, solch eine Art des Gottesdienstes zu erleben… es wird auch gelacht und auch noch draussen sitzen Gaeste, weil das Haus nicht gross genug ist fuer alle. Danach gab es Essen fuer alle, rice cake und pork und Nudeln (pancit, soweit ich mich erinnern kann) und natuerlich den richtig leckere pineappleJuice.

Spaeter hat mich die Jugend, CYF, eingeladen, ihnen bei ihrer Probe fuer den am naechsten Tag anstehenden Gottesdienst zuzuhoeren, was ich auch tat J

Sonntag war Gottesdienst und gemeinsames Essen, Tita Para hat mich dann zu ihr nach Hause eingeladen, wo dann mit ein paar Jungs von der Jugend der Geburtstag von John gefeiert wurde und ich das erste mal in englisch fuer das Essen beten durfte :D Hab mich ganz nett unterhalten und wurde von den Jungs wieder nach Hause gebracht. Ja, es ist schon ein bisschen wie nach Hause kommen, wenn ich von meinen Unternehmungen oderso wieder auf den Compound komme.

Hier laufen so einige Katzen herum, besonders auch noch ganz kleine KatzenBabies. Der Hund von Nachbarin hat in meiner ersten Nacht auch schon 6 Welpen zur Welt gebrachtJ

Eigentlich sollten heute meine language lessons starten. Wie gesagt, eigentlich. Vermutlich dann Mittwoch.

Heute war ich das erste mal auf dem Smokey Mountain 2.  Nach einer Tour mit pedicar (fahrrad und ein beiwagen dazu, in denen mindestens 3 Leute passen) und dem Jeepney und durch die Abgase und sonstigem, vorbei an den wohnungen und huettchen oder auch  pappkartons der Menschen war ich mit Ate Para fuer ca 2 Std im Day care center und hab schon mal ein paar Kinder kennengelernt. Dann gings zum anderen Smokey Mountain, naemlich SM. Haha, nein, SM ist der riesen supermarket oder shopping mall in Tondo.

Allem in allem fuehle ich mich recht wohl hier, es ist ziemlich heiss hier, aber ich gewoehne mich dran. Genauso wie an das philippinische Essen JJ Ich erlebe jeden Tag, oder eher jede Stunde irgendwelche lustigen, nicht so lustige, interessante und beeindruckende Sachen. Sei es die Fahrt oder der Gang durch Tondo oder auch eine Kakerlake im Bad. Mein Stundenplan wird quasie jeden Tag geaendert und ich weiss morgens eigentlich nie, was ich wohl an diesem Tag machen werde

Ich mag die Lebensweise der Filipinos bisher recht gerne, ich bin dabei, mich an die so einfache Art zu gewoehnen und bin hier recht gut aufgehoben – hier sind Menschen, die ich alles fragen kann und die mir helfen…

Ich lerne auch immer wieder neue Woerter oder Ausdruecke in Tagalog und werde mich bemuehen, schnell viel zu verstehen und zu reden.

Das war es bisher, ich koennte noch so einiges erzaehlen, obwohl ich erst seit einer Woche hier bin. Aber dann wuerde der blogeintrag nicht zuende gehen.

Sige.Danke fuers Lesen, ich hoffe, ihr tut es gerne.

Debora

PS: Mir wird immer viel von Carol und von Annika erzaehlt J und ich weiss nun auch, was Du mit “Mega Stadt” meintest…das ist Manila wirklich…(gestern, Dienstag, hab ich mal erlebt, was wirkliche “volle” Stadtbahnen sind, oder auch LRT genannt. Es sind so viele Menschen in Manila…)

 

Gott ist gut...

Jakobus 4, 7-8

Jakobus 4, 17 !

 

PPS: hehe, vieles was ich in den vorigen Blogeintraegen geschrieben habe, ist nun normal fuer mich. ich werde zwar immer noch von fast allen Leuten angeguckt, wenn ich durch die Strassen gehe oder im Jeepney sitze, aber ich erlebe alles schon etwas anders. Habe mich dran gewoehnt, soweit man das in 1 woche kann. In 1 Jahr hab ich mich dann wirklich dran gewoehnt..

 

 

es geht los...

Autor: Debora | Datum: 20 August 2010, 11:26 | Kommentare deaktiviert

Heute, nachdem ich erstmal verschlafen hatte (komischerweise kann ich in der nacht schlecht schlafen, erst am ca 6 uhr fang ich an, wirklich zu schlafen), hat Joyce mir etwas mithilfe von PPP ueber die Geschichte und Kultur der Philippinen und der UCCP erzaehlt.

Nach einer kurzen Mittagspause und Essen gings dann schnell zum Robinson supermarket um die Ecke, um mir einen Adapter fuer mein handyladegeraet zu besorgen.. dann gings weiter mit einem taxi, in dem ich die fahrkuenste (sind es tatsaechlich, ich kann mir keinen deutschen vorstellen, der in diesem Verkehr zurechtkommen wuerde) der filipinos kennenlernte... schliesslich sind wir dann in der old city angekommen, in der wir uns dann zb das Gefaengnis von Jose Rizal und andere Dungeons der Spanier angeguckt haben. Ausserdem haben wir auch die schon wohl sehr alte Catholic Cathedral angeguckt, die von innen schon teiweise den gewohnten deutschen aehnelt.

Eigentlcih sollte es dann noch zu dem Ort gehen, wo Jose Rizal hingerichtet wurde, aber weil Joyce schon den Regen gefuehlt hat, sind wir dann doch mit dem Taxi Richtung Shalom Center gefahren..Allerdings hatten wir dann statt 100 pesos nur noch 87, sind also schon beim Manila Bay raus und den Rest gelaufen. Das Laufen zum Shalom Center fand ich fast noch spannender als die alten spanischen Ruinen anzusehen.

Man kann es nicht beschreiben, wie es ist, durch Manila zu gehen. Mit fast jedem Schritt von einen in den anderen Geruch zu kommen, viele Menschen (stellt euch vor, es waere verkaufsoffener Sonntag in einer grossen Stadt und multipliziert die Leute mal 2 oder 3, dann habt ihr etwa die ANzahl, die hier den ganzen Tag rumlaeuft) und viele viele Autos, die durcheinander fahren (aber vermutlich doch nach irgendwelchen Regeln, nur andere eben .) ) und reiche und wirklich arme Menschen und kleine Kinder bei Dunkelheit durch die Strassen rennen zu sehen...

Ich schrieb grade diesen Blogeintrag, als ich Ate Amy heute zum ersten mal getroffen habe. Sie hat mir erst mal viel erzaehlt und gelacht und dann ging es auch schon mit Pastor Rannieh und zwei Indonesierinnen ( aus Java und Westpapua...die eine kennt Christian Zoellner hehe .) herzlichen Glueckwunsch fuer die Annahme Christian ! ) zum dinner in ein Restaurant... Da haben wir neben viel Lachen und Essen einer Band, die aus blinden Filipinos bestand, zugehoert... Es war gut, einfach mit ein paar Leuten etwas zusammenzu unternehmen und zusammen mit den Indonesierinnen neues Essen auzuprobieren.

Schliesslich hat auch noch jeder ein Stofftier geschenkt bekommen .D

Uebrigens hab ich schon ein paar Leute kennengelernt, die Menschen vom Kirchenkreis Koblenz kennen (zb Dorothea und Inge und Ahami .) , liebe Gruesse an der stelle .) ) und schon mal in Deutschland waren..Es kommen einige aus Mindanao, wie Joyce, Pastor Rannieh, Ate Amy..

 

Heute abend hab ich dann auch meinen Stundenplan bekommen, der aussagt dass ich eigentlich schon gestern nach Tondo umziehen sollte. Was solls, dann werde ich wohl morgen frueh mit meinem Gepaeck nach Tondo. Mein Orientation Program, das heute mit dem historichen Ueberblick angefangen hat, geht morgen weiter und nach Plan (wohl gemerkt, nach Plan aber das heisst ja nichts .) ) werde ich dann am 18. September auf dem Smokez Mountain anfangen. 

Mal sehen, auf jeden Fall freue ich mich auf die naechsten Tage, das Programm sieht ganz gut soweit aus .)

Mir wurde auch gleich schon gesagt, dass ich wohl etwas "bigger", dicker, werden werde weil man hier so viel isst. ;D

 

Das war es bis hierhin, dieser Eintrag ist etwas laenger...denn ich weiss nicht so genau, wann ich wieder ins Internet kann oder wie auch immer.

Ich hoffe, euch geht es allen sehr gut.

Seid lieb gegruesst..

Deebora

"Der Herr ist treu..."

 

 

 

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